Treibstoffpreise europaweit auf Rekordhoch

Europas Autofahrer stöhnen unter den derzeit hohen Spritpreisen. In Italien überschritt der Benzinpreis die Schwelle von zwei Euro pro Liter. Der Höchstpreis für das in Italien übliche Superbenzin lag bei 2,008 Euro. Diese Rekordpreise wurden nicht an Autobahntankstellen ermittelt sondern in Mittelitalien und der Toskana. Laut der Konsumentenvereinigung Codacons zahlten Autofahrer in Italien letztes Jahr ca. 20 Euro pro Tankfüllung weniger.

In Deutschland müssen Autofahrer beim Tanken ebenfalls deutlich tiefer in den Geldbeutel greifen als vor ein paar Wochen. Laut ADAC stieg der Preis für Super E10 gegenüber der Vorwoche um 4,4 Cent. Super E10 kostet derzeit im bundesweiten Durchschnitt 1,692 Euro/Liter. Auch Dieselfahrer werden derzeit arg gebeutelt, der Kraftstoff steig um 3,3 Cent auf einen neuen Höchststand von 1,54Euro/Liter.

Bei unseren französischen Nachbarn treibt der steigende Ölpreis die Preise für Benzin und Diesel ebenfalls in die Höhe. Der Preis für bleifreies Benzin lag zeitweise über zwei Euro pro Liter.
Bei einem Rekordhoch der Spritpreise im Frühjahr hatte François Hollande während des Wahlkampfes, deren Einfrieren versprochen, um so die Kaufkraft der Franzosen zu stärken. Als ersten Schritt kündigte deshalb Premierminister Jean-Marc Ayrault an, dass die Steuern auf Benzin und Diesel "vorläufig" leicht gesenkt würden. Ayrault sagte allerdings auch, ein schlichtes Einfrieren der Preise über drei Monate könne nicht die Lösung sein. Man wolle auch von den Produzenten und Händlern Anstrengungen einfordern. Die Senkung der Steuern auf Benzin und Diesel gilt jedoch auf Grund des französischen Haushaltsdefizits und der nötigen Sparanstrengungen als schwer umsetzbar.

Hauptgrund für die steigenden Spritpreise sind geopolitische Spannungen zwischen Iran und Israel, der Syrien-Konflikt sowie der schwache Euro gegenüber dem Dollar.

Als Alternative zu den hohen Spritpreisen bietet sich für deutsche Autofahrer der Kauf von Fahrzeugen mit den alternativen Antrieben Autogas oder Erdgas an. Die Angebotspalette der Fahrzeughersteller ist mittlerer weile breit gefächert und lässt fast keine Wünsche offen. Für Besitzer von Fahrzeugen mit Benzinantrieb gibt es die Möglichkeit ihr Fahrzeug auf den preiswerten und umweltfreundlichen Betrieb nachzurüsten. Für fast alle Fahrzeuge sind entsprechende Nachrüstkits verfügbar.

Die Preise für Autogas und Erdgas steigen zwar seit Jahren an, aber bei weitem nichts so stark wie die Preise für Diesel und Benzin. Autogas kostet derzeit in Deutschland im Durchschnitt ca. 0,78 Euro/Liter, Erdgas erhält man im Schnitt für 1,04 Euro/Kg.

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